Thermale Desorption GC-MS (TD GC-MS)

Da sowohl die Chromatographie als auch die Massenspektrometrie sehr empfindlich sind, eignet sich die Kombination dieser beiden Methoden besonders für die Analyse von Gerüchen sowie geruchlosen, flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Diese werden von vielen Produkten, von Lebensmitteln über Polymere und pharmazeutischen Verbindungen (siehe Lösungsmittel in Medizinprodukten) bis hin zu Kleidung und Spielzeug abgegeben. Für derartige Analysen wird seit vielen Jahren gewöhnlich die Headspace GC-MS eingesetzt. Die TD-GC-MS ist der Headspace GC-MS jedoch hinsichtlich der Empfindlichkeit überlegen.

TD-GC-MS wird dabei am häufigsten für die Analyse von Luftproben von Innen- und Außenräumen verwendet.
Die Umgebungsproben werden gewöhnlich in Gasbeuteln oder direkt auf Röhrchen für die thermale Desorption gesammelt. Die Gasbeutelproben müssen per Kurierdienst an SGS M-Scan eingeschickt werden, damit die Überführung zu den Röhrchen für die thermale Desorption so schnell wie möglich erfolgen kann. Der Probensendung muss ein leerer Gasbeutel hinzugefügt werden, um eine Basislinie der Hintergrundkomponenten des Beutels und der beim Transport vorhandenen Verbindungen messen zu können. Das Volumen der Gasbeutel muss mindestens 1 L betragen.

Wenn die Proben am Standort unmittelbar mit Röhrchen für die thermale Desorption gesammelt werden sollen, stellt SGS M-Scan für diesen Zweck vorkonditionierte Röhrchen zur Verfügung. Es werden genug Röhrchen zur Verfügung gestellt, um Doppelproben zu nehmen und einen Transport-Leerwert beizulegen.

Für allgemeine Untersuchungen von Gerüchen oder VOC werden Röhrchen bereitgestellt, die mit dem porösen Polymer Tenax gefüllt sind. Einzelheiten über die Probennahme finden Sie unter Sammeln von atmosphärischen bzw. gasförmigen Proben mit  Tenax in der Packungsbeilage der Röhrchen von SGS M-Scan.

In bestimmten Situationen wird ein anderes Adsorbans als Tenax-Harz empfohlen, z. B. bei der Probennahme von Mercaptanen. Um eine Überladung dieser Röhrchen zu vermeiden, ist das Volumen der gesammelten Probe zu verringern - bei SGS M-Scan erhalten Sie weitere Informationen und Hinweise.

Die Probennahme mit Röhrchen für die thermale Desorption erfolgt durch aktives Pumpen mit einer vorkalibrierten Pumpe. Im Rahmen eines umfassenden Analyseprogramms können Handpumpen mit integrierter sicherer Handhabung von SGS M-Scan gemietet werden.
Nach Erhalt der Proben beginnt SGS M-Scan mit der Desorption der VOC von den Tenax-Röhrchen. Die freigesetzten Substanzen werden in einer Kältefalle konzentriert und dann mit einem GC-MS-System  gleichzeitig freigesetzt und analysiert. Die Ergebnisse der Geruchs-/VOC-Analyse wird mit der firmeneigenen Datenbank von Geruchsschwellenwerten verglichen. In dieser Datenbank sind die Konzentrationen verzeichnet, die von 50 % der Bevölkerung als Geruch wahrgenommen werden. Diese Datenbank beruht auf den besten olfaktorischen Daten, die weltweit erhältlich sind.