Linkage Analysis - Analyse der glykosidischen Bindung

Die Analyse der glykosidischen Bindung ("Linkage Analysis") ist Bestandteil der Glykoprotein- und Kohlenhydrat-Analytik und dient zur Ermittlung der jeweiligen Verknüpfungen der vorhandenen Monosaccharide. Diese Informationen werden in allen Phasen der Arzneimittel-Entwicklung verwendet.

Die Analyse der glykosidischen Bindung  liefert in Kombination mit den Ergebnissen der Analyse der Oligosaccharid-Population detaillierte Hinweise auf die vorhandenen Glykane und auf spezifische Verknüpfungen, die für die Funktion wichtig sind, z. B. 3- oder 6-gebundene Sialinsäure (Bindung hat signifikante Auswirkungen auf die Aktivität), und Hinweise auf multiantennäre Strukturen im Vergleich mit Lactosamin Repeats, die isobar sein können (z. B. Unterscheidung eines Glykans mit zwei Antennen, zwei Sialinsäureresten und Lactosamin-Repeat und eines Glykans mit drei Antennen und zwei Sialinsäureresten). Diese Daten dienen außerdem in der Herstellungsphase zum Nachweis der beständigen Qualität von verschiedenen Chargen vor der Freigabe.

 

Die Analyse der glykosidischen Bindung ist eine leistungsfähige Methode der Glykoprotein-Analytik. Einsatzbereiche:

  • Screening von Glykoproteinen aus der Herstellung mit unterschiedlichen Zelllinien

Die Analyse der glykosidischen Bindung erfolgt mit Gaschromatographie und Massenspektrometrie (GC-MS). 

 

Die Analyse der glykosidischen Bindung ist ein Schlüsselelement der ICH-Richtlinien Q6B für die Charakterisierung und Verifizierung von biopharmazeutischen Produkten im Rahmen der Zulassung.