Kohlenhydrat-Analytik /
Monosaccharid-Zusammensetzung

Die qualitative und quantitative Bestimmung der Monosaccharid-Zusammensetzung ist Bestandteil der Glykoprotein- und Kohlenhydrat-Analytik und dient zur Ermittlung der Identität und der Quantifizierung der verschiedenen vorhandenen Monosaccharide. Diese Informationen werden in allen Phasen der Arzneimittel-Entwicklung zur Bestimmung des Glykolysierungstyps (N- oder O-glykosidische Bindung) und des Ausmaßes der Glykosylierung verwendet. Diese Daten dienen außerdem in der Herstellungsphase zum Nachweis der beständigen Qualität von verschiedenen Chargen vor der Freigabe.


Die Bestimmung der Monosaccharid-Zusammensetzung ist eine leistungsfähige Methode der Glykoprotein-Analytik.

Andere Einsatzbereiche sind:

  • Nachweis von Kohlenhydrat-Kontaminationen z. B. Glucose in einer Probe nach einer Säulenreinigung oder von Dialysesystemen.

  • Überblicksanalyse vor der detaillierteren Untersuchung der Glykosylierungsmuster

  • Screening von Glykoproteinen aus der Herstellung mit unterschiedlichen Zelllinien

Die Bestimmung der Monosaccharid-Zusammensetzung erfolgt gewöhnlich mit Gaschromatographie und Massenspektrometrie (GC-MS) und Hochleistungs-Anionenaustauscher-Chromatographie mit gepulster amperometrischer Detektion (HPAEC-PAD).


Die Bestimmung der Monosaccharid-Zusammensetzung ist ein Schlüsselelement der ICH-Richtlinien Q6B für die Charakterisierung und Verifizierung von biopharmazeutischen Produkten im Rahmen der Zulassung.