C-terminale Sequenzierung
Die Sequenzierung vom C-terminalen Ende des Proteins ist ein wichtiger Bestandteil in der Proteincharakterisierung. Mikroheterogenität am C-Terminus ist oft auf posttranslationale Modifikationen zurückzuführen. Daher ist die Identifikation des C-Terminus, sowie jeglicher verkürzter Versionen des Proteins (d. h. mit so genannten Ragged Ends) für die Beurteilung der Funktionstüchtigkeit eines Proteins wichtig.
Anders als bei der N-terminalen Sequenzierung steht keine zuverlässige automatisierte Methode zur Verfügung. Eine Kombination von Peptid Mapping-Strategien, ES-MS/MS-Sequenzierung in Verbindung mit Proteinverdau und/oder Bestimmungen des Molekulargewichts dient gewöhnlich zur Verifizierung der C-terminalen Sequenz.
Die Wahl der geeigneten Methode hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. der Größe des Peptids bzw. Proteins, dem Glykosilierungsgrad und der theoretischen C-terminalen Sequenz, wobei SGS M-Scan auf seinen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann um die jeweils beste Vorgehensweise vorzuschlagen.
Die C-terminale Aminosäuren Analyse ist ein Schlüsselelement der ICH-Richtlinien Q6B für die Charakterisierung und Verifizierung von biopharmazeutischen Produkten im Rahmen der Zulassung.


