Peptid Mapping

Peptid Mapping durch Massenspektrometrie (auch: Peptidmassen Fingerprinting) wird zur Proteincharakterisierung verwendet. Beim Peptid Mapping wird ein eindeutiger „Fingerabdruck" eines Proteins genommen, der mit der theoretischen, von genetischen Informationen stammenden Aminosäuresequenz verglichen wird. Diese Analyse kommt in allen Phasen der Drug Discovery zu Identifikationszwecken zum Einsatz und dient außerdem in der Herstellungsphase zum Nachweis der Vergleichbarkeit und der beständigen Qualität von verschiedenen Chargen. Sie kann auch zur Charakterisierung von Referenzchargen herangezogen werden.

Peptid Mapping ist eine überaus leistungsfähige Methode der Proteincharakterisierung. Andere Einsatzgebiete des Peptid Mapping:

MS Peptid Mapping wurde in den frühen achtziger Jahren von M-Scan entwickelt und kontinuierlich verbessert. Ursprünglich wurde bei M-Scan die Methode Fast Atom Bombardment MS (FAB-MS) eingesetzt. Dabei wird das Proteinmolekül mit spezifischen enzymatischen oder chemischen Methoden fragmentiert und die so erzeugte Peptidmischung mit MS analysiert, wobei heutzutage die moderne Methode der Electrospray-Massenspektrometrie (ES-MS) bzw. MALDI-MS zum Einsatz kommt. Die Analyse hochkomplexer Mischungen erfolgt mit online Kopplung von Flüssigchromatographie an das Massenspektrometer (LC-MS).

Da bei M-Scan die zeitintensive Interpretation der generierten Rohdaten „von erfahrener Hand"  erfolgt und nicht auf das Vertrauen auf Softwarealgorithmen fußt, ist M-Scan die erste Wahl, wenn es wichtig ist eine praktisch vollständige Sequenzabdeckung zu erreichen.

Das Peptid Mapping ist ein Schlüsselelement der ICH-Richtlinien Q6B für die Charakterisierung und Verifizierung von biopharmazeutischen Produkten im Rahmen der Zulassung.